1855 – Sebastian Kneipp und die Bienen
Pfarrer Sebastian Kneipp kommt nach Wörishofen ins Dominikanerinnenkloster.
Die Schwestern halten Bienen im Klostergarten. Kneipp selbst hatte bereits als Jugendlicher ein eigenes Bienenvolk von seinem Vater erhalten.
1870 – Gründung des Wörishofer Imkervereins
Mit Unterstützung von Sebastian Kneipp wird der Wörishofer Imkerverein gegründet.
Kneipp wird erster Vorsitzender, hält Vorträge zur Bienenzucht und veröffentlicht sein bekanntes „Bienenbüchlein“. Zum digitalen Büchlein
Er steht im regen Austausch mit anderen Bienenhaltern, unter anderem mit dem polnischen Pfarrer Johann Dzierzon.
1870–1952 – Wenige Aufzeichnungen
Aus den folgenden Jahrzehnten liegen keine gesicherten Aufzeichnungen zur Vereinsgeschichte vor.
1953 – Blütezeit der Imkerei
Die Mindelheimer Zeitung berichtet am 10. März, dass in Bad Wörishofen und den umliegenden Dörfern rund 700 Bienenvölker gehalten werden.
Dem Verein gehören Imker aus Dorschhausen, Kirchdorf und Irsingen an.
1954 – 517 Bienenvölker im Verein
35 Imker betreuen insgesamt 517 Bienenvölker:
- Bad Wörishofen: 306
- Gammenried: 54
- Irsingen: 84
- Kirchdorf: 48
- Dorschhausen: 25
1956–2004 – Langjährige Vereinsführung
Über viele Jahre prägen engagierte Vorsitzende den Verein:
- Martin Filser (1956–1958, 1978–1994)
- Josef Kienast (1959–1977)
- Konrad Wolf (1995–2004)
Seit 2012 – Verjüngung des Vereins
Manfred Canci übernimmt den Vorsitz.
Zur Nachwuchsförderung werden erstmals Probeimker-Angebote eingeführt, bei denen Interessierte die Grundlagen der Bienenhaltung erlernen können.
2023 – Umweltbildung für Kinder
Der Verein hat einen eigenen Bienenwart: Kai Petersen.
Er besucht Schulklassen und Kindergärten und vermittelt Kindern anschaulich die Bedeutung und Besonderheiten der Bienen.
2024 – Imkern im Kurpark
Der Verein praktiziert öffentliches Imkern im Kurpark.
Unter der Leitung von Manfred Canci stößt das Angebot bei Kurparkbesuchern auf großes Interesse.
